Willkommen im Unmöglichen.
Von der Ankunft am Frankfurter Flughafen über Rheinfahrt, Fußgängerzone und Schwarzwald bis zum Tatort-Sonntag führt diese Reise durch eine Bundesrepublik zwischen Konsumfreude, Wählscheibentelefon, Filterkaffee und pünktlich heruntergelassenen Rollläden. Übernachtet wird im Hotel „Wirtschaftswunder“ mit Hochflorteppich, Blumentapete und Röhrenfernseher. Die Reise ist Satire; die historischen Fakten im Faktenblock sind echt recherchiert.
Reise-Highlights
- ✓15 Nächte Hotel „Wirtschaftswunder“
- ✓Ladenschluss-Erlebnis und langer Samstag
- ✓Autobahn-Spritztour mit 130 km/h Richtgeschwindigkeit
- ✓Waldsterben, Videothek und Tatort-Sonntag
Das wäre alles dabei.
15 Nächte im Hotel „Wirtschaftswunder“ mit Hochflorteppich, Blumentapete und Röhrenfernseher
Halbpension mit Toast Hawaii, Rinderroulade, Fondue und Filterkaffee
Ladenschluss-Erlebnis: werktags bis 18:30 Uhr, samstags bis 14 Uhr
Spritztour auf der Autobahn – seit 1978 mit 130 km/h Richtgeschwindigkeit im Hinterkopf
Waldsterben-Wanderung mit anschließendem Gespräch über sauren Regen
Videothek-Abend mit Rückspulpflicht im Satireprospekt
Tatort-Sonntag um 20:15 Uhr – Telefonate währenddessen unerwünscht
Kaffeefahrt mit Verkaufsveranstaltung und Bausparvertrag als Reiseandenken
So würden die Tage aussehen.
Frankfurt & Ankommen im Wirtschaftswunder
Ankunft am Frankfurter Flughafen, Transfer mit klassischer Reisebus-Romantik und Check-in im Hotel „Wirtschaftswunder“. Erste Begegnung mit Wählscheibentelefon, Hochflorteppich und Röhrenfernseher.
Rhein, Kaffee & Kuchen
Gemütliche Rheinfahrt mit Filterkaffee, Kuchen und der Erkenntnis, dass Entschleunigung früher einfach Fahrplan hieß.
Fußgängerzone & Ladenschluss-Erlebnis
Shoppingtour bis 18:30 Uhr. Samstags endet das Erlebnis schon um 14 Uhr – außer der Prospekt erwischt einen der legendären langen Samstage.
Freie Fahrt & Raststätte
Spritztour auf der Autobahn, Raststättenstopp und Diskussion darüber, warum eine Richtgeschwindigkeit keine persönliche Beleidigung ist.
Schwarzwald & Waldsterben
Geführte Wanderung durch den Schwarzwald und anschließend ein historischer Blick auf die Debatte um sauren Regen und Luftreinhaltung.
Videothek & Fernsehabend
Film ausleihen, zurückspulen nicht vergessen und am Sonntag pünktlich um 20:15 Uhr für den Tatort vor dem Fernseher sitzen.
München & Oktoberfest-Nostalgie
Bayern-Programm mit Bierbank, Blasmusik und einem Ballermann-Gag, der seiner eigenen Zeit bewusst voraus ist.
Grenzblick & Heimreise
Blick auf die deutsche Teilung aus westlicher Perspektive, letzte Kaffeefahrt und Heimreise mit Bausparvertrag als fiktivem Andenken.
Vier Sterne – Stand 1975
Zimmer
Doppelzimmer mit Nierentisch, orange-braunem Hochflorteppich, Blumentapete und Röhrenfernseher mit Drehknopf.
Bad & Komfort
Avocadogrüne Fliesen, Föhn an der Rezeption und Klimaanlage Fenster-auf-Kipp Version 1.0.
Telefon & Weckdienst
Wählscheibentelefon im Zimmer, Ferngespräche nach Einheiten und Weckdienst per Klingeltelefon.
Fondue, Toast Hawaii & Filterkaffee
Frühstück
Filterkaffee, Aufschnitt, Käse und ein Klecks Nutella im sorgfältig inszenierten Wirtschaftswunder-Frühstück.
Klassiker
Königsberger Klopse, Rinderrouladen, Toast Hawaii, Fondue und Schnitzel Wiener Art im Rotationsplan.
Dessert & Getränke
Cassata, Mon Chéri, Sinalco, Fanta und selbstverständlich Filterkaffee bis zum Abwinken.
Echte Fakten hinter der unmöglichen Reise
Die Reise ist erfunden. Diese Fakten sind echt.
Von 1949 bis 1990 bestanden zwei deutsche Staaten. Mit der deutschen Einheit am 3. Oktober 1990 wurde das Staatsgebiet der DDR Teil der Bundesrepublik Deutschland.
Über Jahrzehnte prägten diese engen Öffnungszeiten den westdeutschen Einzelhandel. 1989 kam der lange Donnerstag hinzu; spätere Reformen lockerten die Regeln weiter.
Das Umweltbundesamt beschreibt, wie Anfang der 1980er Jahre Waldschäden und saurer Regen zu einem der großen öffentlichen Umweltthemen der Bundesrepublik wurden.
Seit Dezember 1978 empfiehlt die Autobahn-Richtgeschwindigkeits-Verordnung für Pkw auf Autobahnen 130 km/h, soweit keine konkrete Höchstgeschwindigkeit angeordnet ist.
Die Reise bleibt unmöglich. Die Fakten dahinter sind echt.
FAQ zu Zeitreise BRD 1975–1991
Kann ich diese BRD-Zeitreise wirklich buchen?
Nein. Die Reise ist Satire. Die Bundesrepublik Deutschland gibt es natürlich weiterhin; nicht mehr buchbar ist nur unsere fiktive Version mit Wählscheibentelefon, frühem Ladenschluss und Hotelteppich in Orange-Braun.
Haben Geschäfte wirklich schon um 18:30 Uhr geschlossen?
Ja, das war über Jahrzehnte ein prägendes Merkmal des westdeutschen Ladenschlussrechts. Samstags war meist schon um 14 Uhr Schluss; 1989 wurde der lange Donnerstag eingeführt.
Gab es auf westdeutschen Autobahnen wirklich kein allgemeines Tempolimit?
Es gab und gibt kein generelles Höchsttempo für alle Autobahnabschnitte. Seit 1978 gilt für Pkw jedoch die Richtgeschwindigkeit von 130 km/h, sofern keine konkrete Geschwindigkeitsbegrenzung angeordnet ist.
Bestand das Fernsehprogramm wirklich aus ARD, ZDF und dem Dritten?
Das trifft den damaligen Alltag ziemlich gut. Die Dritten Programme wurden ab den 1960er Jahren regional aufgebaut; ARD und ZDF dominierten die Fernsehlandschaft, bevor das Angebot später deutlich größer wurde.
War das Waldsterben in den 1980ern wirklich so ein großes Thema?
Ja. Waldschäden und saurer Regen bestimmten Anfang der 1980er Jahre die Umweltdebatte in der Bundesrepublik. Unser geführter Waldsterben-Ausflug ist Satire, der historische Hintergrund nicht.
Bekomme ich im Hotel wirklich Toast Hawaii und Fondue?
Nur im Intermedia-Reisen-Prospekt garantiert. Beide Gerichte passen hervorragend in die nostalgische Reiseidee; die konkrete Speisekarte ist selbstverständlich erfunden.
Warum endet die Reise erst 1991?
Weil die Vorlage bewusst einen nostalgischen Zeitkorridor von 1975 bis 1991 beschreibt. Die Bundesrepublik endete 1990 nicht; mit der deutschen Einheit änderte sich aber der historische Rahmen, auf den viele Gags dieser Reise zielen.
